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der eine oder andere kennt das: man ist nett zum Cafe eingeladen bei einer befreundeten Familie. Ist man erst einmal in der Wohnung, tummeln sich die Kinder -bevor sie in das Spielzimmer sausen- vor irgendwelchen Aufbauten auf dem Sideboard, einer Kommode oder auf der Fensterbank. Dort sitzen kleine Blumenkinder, Zwerge, Enten oder andere Tiere aus Wolle. Meist sind sie integriert in etliche Utensilien aus dem Garten oder Wald. Wie zum Beispiel Wurzeln, Rinden, Pilze, Tannenzapfen oder ähnliches.

Die Erklärung: es handelt sich in der Regel um eine Waldorffamilie oder zumindest um eine waldorf affine Familie… Was ja schon einmal an sich nichts Schlimmes ist. Trotzdem erklärt das noch immer nicht für was diese Ansammlung von Edelsteinen und Zwergen gut sein mag aber Kinder finden so etwas in jedem Fall toll.

Viele sehen den Jahreszeitentisch einfach nur als Möglichkeit der jahreszeitlichen Gestaltung. Es wird dafür genutzt, die vielen Mitbringsel aus der Natur schön zu dekorieren und das Geschehen draußen in die Wohnung zu übertragen. Andere  orientieren sich bei der Gestaltung an der Geschichte der Wurzelkinder von Sybille von Olfers(„Etwas von den Wurzelkindern“für Kinder ab ca. zwei Jahren). Das heißt, es werden liebevoll kleine Filz- Blumenkinder hergestellt und je nach jahreszeitlicher Blütezeit sind die Blumenkinder an der Oberfläche oder liegen unter einer Wurzel als schlafendes Wurzelkind.

Andere wiederum bauen kleine Landschaften auf, die die Jahreszeiten widerspiegeln. Im Sommer gibt es dann eine kleine Sommerlandschaft mit Seen und Schiffen und im Herbst einen Baum mit Äpfeln oä.

In jedem Fall gibt es den Kindern einen Orientierungspunkt im Jahresverlauf. Die Kinder wissen sehr genau, dass bald die Laternenzeit mit Sankt Martin kommt, wenn bereits der Jahreszeitentisch die Stimmung aufgreift. Wir Erwachsenen machen das ja in ähnlicher Form zu Weihnachten: der Advent, mit all seinen Vorbereitungen, weckt bei den meisten Menschen Kindheitserinnerungen… und genau DANN kann verstanden werden, wie wichtig diese wiederkehrenden Rituale und wie bedeutsam einzelne Farben, Akzente und Figuren mit den vielen kleinen Geheimnissen drum herum für Kinder sind. Der Jahreszeitentisch bietet eine ähnliche Möglichkeit für alle Fester und Zeiten im Laufe des Jahres.

Für all jene, die keine Lust, Zeit oder Platz haben, ganze Landschaften aufzubauen. Es reicht auch eine Kerze auf dem Esstisch mit einer jahreszeitlich wechselnden Karte oder einem Teller mit mitgebrachten Dingen aus der Natur, die saisonal angepasst werden.

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