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big_26188423_0_250-377Im Gegensatz zu vielen Blogs, Einträgen und Kommentaren bin ich der Meinung: Fernsehen ist weder notwendig für Kinder noch ist es der Entwicklung der Kinder zuträglich. Warum ich dieser Meinung bin möchte ich im Folgenden näher ausführen. Ich werde regelmässig einen weiteren Grund einfügen, bis zumindest meine „Top Ten“ aufgeführt sind

Mein Grund Nr. 7 betrifft die körperliche Entwicklung der Kinder und die mangelnde Bewegung; und damit Förderung der Übergewichtigkeit – was zu weiterer Bewegungsunlust führt.

In einer großen kanadischen Studie kommen Forscher zu dem Ergebnis, dass je höher der Fernsehkonsum, desto dicker und unbeweglicher später die Kinder und Erwachsenen.

Nun darf nicht vergessen werden, dass multiple Gründe als Ursache für Übergewicht und Unbeweglichkeit anzuführen sind. Die meisten jedoch gründen auf derselben elterlichen Unbedarftheit. Zu nennen wären hier beispielsweise ungesundes Essen, wenig familiäre und kindliche Bewegung, mangelhafte Kommunikation mit den Kindern.

Nahezu die Hälfte aller Kinder einer europäischen Studie sahen manchmal oder oft beim Essen fern. Kinder mit höherem Fernsehkonsum aßen fett- und vor allem zuckerreichere Speisen als die Vergleichsgruppe. Kinder, die aktive Eltern haben, ständig draußen unterwegs sind, in denen funktionierende Familienstrukturen existieren, werden die negativen Effekte des TV-Konsums sicherlich nicht so unmittelbar erleben.“Hoher TV-Konsum verdrängt nicht nur aktive Formen der Freizeitgestaltung, sondern lehrt womöglich ein falsches Bild gesunder Ernährung“ , so aus einer Mitteilung zur Studie. Die Studie untersuchte Kinder aller Gesellschaftsschichten und Familienkonstellationen (1300 Kinder). Im Ergebnis zeigt sich tatsächlich eine Relation von TV-Konsum auf den Körperumfang und die Beweglichkeit: Jede Stunde mehr fernsehen führt zu signifikant höherem Körpergewicht, insbesondere langfristig. (Universität Montreal, im: International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity.)

Die Bedeutung von Bewegung und Motorik für die Sprache und andere Faktoren inklusive der Schulleistung. Dies habe ich bereits in anderen Artikeln hervorgehoben (Lernen mit allen Sinnen, Medien als Sprachtrainer, Entwicklung aus Erfahrung, Warum Märchen so wichtig sind, Sprache erlebbar machen )

Einigkeit bei nahezu allen Experten herrscht in folgenden Punkten:

Weniger Fernsehen, mehr Bewegung und mehr Schlaf sind bei Kindern mit einem gesunden Körpergewicht verbunden. 

(Ergebnis einer europaweiten Studie mit über 16.000 Kindern. Die Forscher untersuchten verschiedene Übergewicht fördernde Verhaltensweisen und befanden, dass Fernsehen am deutlichsten mit dem Gewicht zusammenhängt.)

Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und zu viel Zeit vor Fernseher und Computer sehen die Mediziner als größte Gefahren für die Gesundheit der Kinder.  (Quelle: http://www.welt.de/gesundheit/article13468026/Kinder-werden-immer-dicker-und-psychisch-labiler.htm)

Studie bestätigt Zusammenhang zwischen Beweglichkeit/Geschicklichkeit und Schulnoten.

(http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kinder-schulnoten-koennten-von-sport-und-bewegung-abhaengen-a-875221.html )

Noch deutlicher wird der Zusammenhang zwischen beiden Variablen, wenn der TV-Konsum bei bereits übergewichtigen Kindern eingeschränkt wird. Diese Form der Entwöhnung hat eine Normalisierung des Körpergewichtes fast zwingend zur Folge. (http://dsg.uni-paderborn.de/fileadmin/evb/materialien/aeltere_vortraege/02_10_Medienkonsum.pdf)

So könnte hier endlos fortgefahren werden. Es gibt viele Studien, besonders Langzeitstudien, und Aussagen von Medizinern und anderen Fachleuten, die eindeutig vor den negativen Effekten warnen.   Es erstaunt mich immer wieder, dass diese Fakten in der breiten Bevölkerung noch nicht angekommen zu sein scheinen und eine Haltung à la: „naja, mir hat es auch nicht geschadet“ vorherrscht. Hierbei wird immer wieder vergessen, dass der Konsum damals niemals so hoch gewesen ist, dass die Werbung nicht so aggressiv und auf die Manipulation der Kinder ausgerichtet war und die Familiengewohnheiten zu großen Teilen anders strukturiert waren.

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