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Erfahrung sammelnEntwicklung ist ohne sinnliche Erfahrung nicht möglich. Jedes Erlebnis und jede Sinneserfahrung bestärkt das Kind und lässt Entwicklung zu. Sinneserfahrungen, die genau in den Zeiten gemacht werden, in denen das Gehirn offen ist, also eine spezifische Vernetzung der Nervenzellen eintritt, führen zur Weiterentwicklung. Folglich wirken sich Tätigkeiten wie: Schaukeln, Balancieren, Klettern, Spielen und Tanzen, fördernd aus, auf Sehen, Sprechen, Hören sowie Grob- und Feinmotorik.

Es geht dabei nicht um eine einmalige Tätigkeit. Die Strukturen im Gehirn müssen gefestigt werden und die zarten Vernetzungen der Nervenzellen sich in starke und haltbare Verbindungen umwandeln. Das geht nur über endlose Wiederholungen. Gut sichtbar ist dies bei kleinen Säuglingen. Immer wieder wird eine Bewegung wiederholt. Stunden, Tage oder sogar Wochenlang. Diese Bewegungen und Erfahrungen bilden die notwendigen Voraussetzungen um den nächsten Schritt in der Entwicklung vorzubereiten.

Viele Eltern und Erzieher machen nun den Fehler und „üben“ mit ihrem Kind das Stehen oder Laufen, bevor die notwendigen Strukturen und Voraussetzungen im Kind angelegt sind. Es wird also nicht darauf geachtet das Entwicklungsfenster abzuwarten und dann helfend und unterstützend einzugreifen, sondern das Kind überfordert. Dabei wird nicht nur die körperliche Reife übergangen, sondern auch die Gehirnverbindungen sollen übersprungen werden. Es ist ein wenig so als wenn ein fünfstöckiges Haus gebaut werden soll und man unbedingt mit dem 2. Stockwerk anfangen möchte, bevor das Fundament und das erste Stockwerk steht. So ein Vorgehen ist im besten Fall nutzlos und im schlechtesten Fall schädlich.

Alle Fähigkeiten und Kompetenzen, die wir als Menschen benötigen um unser Leben zu meistern, hängen eng miteinander zusammen. Schlecht entwickelte motorische – und Eigenwarnehmungskompetenzen können zu Lautbildungsstörungen und diese wiederum zu Schreibfehlern in der Schule führen (nähere Informationen „Feinmothoriktherapie„). Die weitere Folge ist dann häufig: inhaltliche Schreibblockaden, weil das Kind sich zu sehr auf das Schreiben konzentrieren muss, und dann auch häufig nachfolgende Probleme in den schriftlichen Inhalten der Fremdsprachen. (Übungen für die Feinmotorik)

Störungen in den Bewegungsabläufen und der Bewegungsfähigkeit, führen zu
Wahrnehmungsstörungen, die sich dann wiederum in einer Lese-Rechtschreibschwäche oder einer Rechenschwäche äußern können.

Wer also dem Kind die besten Bedingungen und Fähigkeiten mitgeben möchte,  um im Leben zu bestehen und bis in das hohe Alter seine Freude am Leben und Lernen, seine Neugier und seine Fähigkeiten zur Anpassung aufrecht zu erhalten, der sollte dem Kind Sinneserfahrungen ermöglichen.

Kinder wollen und sollen das Leben mit allen Sinnen genießen

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