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Lampe Segelboot

Lampe Seegelboot Quelle: „Click-Licht“

Niemals zuvor gab es so viele Angebote rund um die Kinderzimmergestaltung. Eine kurze Internetrecherche und schon sind alle Formen, Farben und Styles dieser Welt zu entdecken. Von skandinavischen Landhausträumen, bis zu afrikanischen Dschungelwelten. Das Empfinden für Ästhetik und Schönheit liegt dabei im Auge des Betrachters und ist ganz individuell. Bei der Einrichtung für Kinder sollte jedoch niemals vergessen werden, dass Erwachsene die Designs kreieren und dies mit unterschiedlicher Motivation. Einige fokussieren ganz auf die Kinder, lassen Kinder die Muster und Designs entwerfen und ausprobieren, andere zielen komplett auf die Eltern ab. Und dann gibt es die Mischformen dazwischen. Welcher Ansatz nun der richtige und kindgerechte ist, führt sicherlich auch wieder zu variierenden Meinungen und für jeden Ansatz wird es Begründungen geben. Die Wahrheit liegt – wie meistens- irgendwo in der Mitte. Es scheint jedoch einige Elemente zu geben, die Menschen grundsätzlich als eher ästhetisch oder als „schön“ oder wohlfühlfördernd einstufen. Dies ist der eine Aspekt der bei der Gestaltung der Umgebung der Kinder beachtet werden kann. Der andere ist die gebotene „Feinfühligkeit“ der Bindungspersonen um so in der Lage zu , und die Umgebung aus dem Standpunkt des Kindes in seinem jeweiligen Entwicklungstand zu beurteilen. Immer jedoch werden Räume „erlebt“ und hinterlassen Eindrücke und prägen Stimmungen. Kindheitserinnerungen an sterile, weiße Krankenhäuser oder graue, kalte unfreundliche Schulen sind in der Literatur viele zu finden. Demgegenüber stehen Konzepte wie „der Raum als dritter Pädagoge“ der in diesem Zusammenhang als Verstärker der Bildungsprozesse aufgegriffen wird.

„Kinder sind – ebenso wie Dichter, Musiker und Naturwissenschaftler – eifrige Forscher und Gestalter. Kinder haben 100 Sprachen, 99 davon rauben ihnen die Erwachsenen.“ (Malaguzzi 1984, S. 1f) Sie haben durchaus früh ein Empfinden für allgemein gültige Konzepte der Ästhetik.

Kinder verbringen zudem viel mehr Zeit in ihren Zimmern. Das heißt die Zimmer sollten also möglichst sich an ruhige Abend- und Schlafaktivitäten als auch an kreative und Bewegungszeiten anpassen lassen. Inzwischen gehen immer mehr Eltern dazu über den Kindern eher die großen, hellen und schönen Zimmer zu überlassen um diese Variabilität der Aktivitäten vorhalten zu können. Dies im Gegenzug zu den von den Architekten geplanten kleinen Arbeits- bzw Kinderzimmern.

Durch einen guten Einsatz von Licht und einer entsprechenden Umgebung inklusive der umgebenden Farben und Formen können gemütliche Bereiche geschaffen werden die zum Ausruhen und Schlafen animieren sollen, ebenso wie Bereiche die zur Kreativität anregen oder gut ausleuchtbar sind und geeignet für die Arbeit am Bastel-oder Maltisch. Hier handelt es sich dann um eine funktionelle Beleuchtung. Aber auch Lampen und Lichter als unterstützende edle und schlichte Stil- und Gestaltungsmittel sollten das Konzept im Kinderzimmer unterstützen und nicht konterkarieren. Es hilft also nicht viel in einer ruhigen Schlaf und- Kuschelecke einen super hellen Strahler zu installieren, nur weil dieser im tollen Raketendesign zu haben war. Eine nach unten geöffnete Pendelleuchte mag sehr schön über der Krabbeldecke aussehen und für die Eltern eine ideale Beleuchtung bieten. Aus Sicht des Kindes, dass sich auf dieser Krabeldecke häufig auch in Rückenlage befindet, ist so eine Lampe störend und blendend. Manchmal ist es hilfreich sich in die Position des Kindes zu begeben, also einmal den Raum aus der Pespektive 10-20 cm über dem Boden von unten zu betrachten, um sehr schnell zu erkennen, wo Zugluft wahrgenommen wird, wo Geborgenheit empfunden wird, wie Farben und Formen wirken und ob die Lichter angenehm unterstützen oder blenden und eine kalte Atmosphäre vermitteln. Eine gute Möglichkeit im Falle der Pendelleuchte wäre dann zum Beispiel eine dimmbare Pendelleuchte oder auch unten geschlossene Pendelleuchten. Um auch einige Jahre ihren Dienst zu tun und nicht nur eine kurze Lieblingsphase des Kindes zu begleiten, bietet es sich an, nach dezenten und klassischen Möbeln, Textilien und Beleuchtungen zu schauen. Diese wachsen dann einfach mit und folgen nicht nur einer von der Werbung und der Mode diktierten Entwicklungen, die wenig Rücksicht auf das Alter und den Entwicklungsstand des Kindes nehmen. Es müssen auch nicht immer ausgewiesene Kinderlampen sein, es lohnt sich durchaus schöne und stilvolle Lampen wie zum Beispiel moderne Holzstehlampen zu suchen, die vielleicht ganz schlicht sind und zum Farb- und Stildesign passen.

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